

Durchstrahlungsprüfung
Die Durchstrahlungsprüfung (auch Röntgenprüfung oder Gamma-Prüfung genannt) ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren, das zur Untersuchung von Schweißnähten und anderen Bauteilen eingesetzt wird. Bei dieser Methode wird ionisierende Strahlung (Röntgen- oder Gamma-Strahlen) durch das zu prüfende Material geleitet. Die Strahlung wird dabei von den inneren Strukturen des Bauteils unterschiedlich stark absorbiert, abhängig von der Dichte und der Dicke des Materials sowie von möglichen Fehlern wie Rissen, Poren oder Einschlüsse.
Die erzeugte Strahlung wird auf einem Detektor (z. B. Röntgenfilm oder digitale Detektoren) aufgezeichnet, wodurch ein Bild der inneren Struktur des Bauteils entsteht. Anhand dieser Bilder können Prüfer die Qualität der Schweißnaht beurteilen und eventuelle Mängel identifizieren.
Die Durchstrahlungsprüfung bietet den Vorteil, dass sie eine umfassende Sicht auf die innere Struktur von Bauteilen ermöglicht, ohne diese zu beschädigen. Sie wird häufig in der Luft- und Raumfahrt, im Maschinenbau, in der Petrochemie und in anderen Industrien eingesetzt, in denen die Integrität von Schweißverbindungen von entscheidender Bedeutung ist.


Pipecheck 3D Scan
Der Pipecheck ist eine innovative und hocheffektive Methode zur Inspektion der Korrosion von Pipelines und marktweit die beste Alternative zu herkömmlichen ZFP-Methoden. Durch Nutzung eines mobilen Handgeräts bestechen vor allem Eigenschaften wie Tragbarkeit, Messgeschwindigkeit, Datenspeicherung und Reproduzierbarkeit.
Eine dynamische Verbindung zwischen Rohr und Scanner gewährleistet eine hohe Genauigkeit und Auflösung auch in Umgebungen mit Vibrationen. Die Güte der Daten kann während der Erfassung in Echtzeit bewertet werden. Die Reproduzierbarkeit wird durch das Design des Scanners, die programmierte Berechnung und automatisch erzeugte Berichte sichergestellt. Dies entspricht offiziellen Vorgaben (ASME B31G).


Ultraschallprüfung / Phased-Array
Eine hochmoderne Software ermöglicht eine vollständige Ultraschallprüfung der Kurbelarmzapfen an Ölförderpumpen auf mögliche Querrisse, ohne dabei die Kurbelarmzapfen auszubauen. Bei diesem so genannten Phased-Array-Verfahren werden Schallbündel erstellt, die präzise steuerbar und fokussierbar sind und die Innenstruktur des Prüfkörpers exakt erfassen können.
Die Bildschirmdarstellung und Auswertung erfolgt in Echtzeit direkt vor Ort. Die Messdaten werden zugleich sicher gespeichert. Das gesamte Verfahren zeichnet sich durch hohe Zuverlässigkeit und wenig Zeitaufwand aus.


Oberflächenrissprüfung
Die zerstörungsfreie Oberflächenrissprüfung dient zur Qualitätssicherung, hauptsächlich an sicherheitsrelevanten Bauteilen und folgekostenintensiven Bauteilen. So fordert die Industrie immer häufiger zur Gewährleistung steigender Qualitätsstandards die zerstörungsfreie Materialprüfung bzw. Rissprüfung an Serienbauteilen wie auch Einzelbauteilen. Die gängigsten Methoden der Rissprüfung sind:
- Sichtprüfung
- Magnetpulverprüfung
- Farbeindringverfahren


Vakuumprüfung
Die Vakuumprüfung mittels Saugglocke ist ein Verfahren zur Dichtheitsprüfung von Rundnähten. Bei dieser Methode wird eine Saugglocke auf die zu prüfende Oberfläche aufgebracht. Durch das Erzeugen eines Vakuums innerhalb der Glocke wird der Umgebungsdruck genutzt, um die Glocke an das Bauteil zu saugen. Ein Lecksuchmittel hilft beim Auffinden von evtl. Fehlstellen.


Optische Verformungsmessung an Pipelines
Diese Methode bietet den Vorteil, dass sie berührungslos und schnell durchgeführt werden kann, wodurch die Betriebsunterbrechung minimiert wird.
Durch den Vergleich von 3D-Scans über verschiedene Zeitpunkte hinweg können Veränderungen in der Form und Struktur der Pipelines erkannt und dargestellt werden.


Visuelle Prüfung
Zur schnellen Beurteilung von Oberflächen und korrosionsgefährdeten Bauteilen werden Sichtprüfungen mit Endoskopen durchgeführt. So können wir direkt vor Ort ein schnelles Urteil bezüglich der untersuchten Stellen abgeben.
Die Sichtkontrolle (Sichtprüfung) ist als regulärer Fertigungsschritt die optische Kontrolle eines Produktes oder eines Produktteils auf Fehler am Ende oder nach Abschluss eines Teils der Fertigung des Produktes oder des Produktteils. In gleicher Weise werden Sichtprüfungen an in Betrieb befindlichen Teilen durchgeführt. Die Sichtprüfung als zerstörungsfreies Prüfverfahren wurde genormt in der DIN EN 13018 (Allgemeine Grundlagen der Sichtprüfung).
In dieser Norm wird unterschieden zwischen:
- Direkter Sichtprüfung ohne Hilfsmittel (Betrachtung der Prüffläche mit dem bloßen Auge)
- Direkter Sichtprüfung mit Hilfsmittel (z. B. Lupen, Endoskope, Spiegel)
- Indirekter Sichtprüfung (mit Kamera, Videoskop, usw.)


Infrarot-Thermografie
Bei dem Verfahren der Thermografie (auch Thermographie) wird die Oberflächentemperatur eines Objektes durch Infrarotstrahlung sichtbar gemacht. Die Intensität der Infrarotstrahlen an einem Punkt lässt auf die Temperatur schließen.
Zumeist wird das Prüfstück gezielt erwärmt, damit verborgene Fehler durch unterschiedliches thermisches Verhalten messbar werden. Dies geschieht mittels einer Anregungsquelle. Zu den verwendeten Methoden zählen Lockin-Thermografie, Puls-Thermografie und thermoelastische Spannungsanalyse.
Zur Durchführung dieser Methoden stehen uns besonders schnelle und hochauflösende Infrarotkameras zur Verfügung.


Luftdichtheitsmessung
Mit dem Differenzdruck-Messverfahren, auch als Blower-Door-Test bekannt, wird die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen. Das Verfahren dient dazu, Leckagen in der Gebäudehülle aufzuspüren und die Luftwechselrate zu bestimmen. Durch die Druckdifferenzen wird eine konstante Windlast auf das zu messende Gebäude simuliert.
Um den notwendigen Volumenstrom zu erzeugen, wird mittels eines Ventilators mit kalibrierter Messblende Luft in das zu untersuchende Gebäude gedrückt oder herausgesogen. Der stufenlos regulierbare Ventilator muss dabei so eingestellt werden, dass zum Umgebungsdruck eine Druckdifferenz von 50 Pascal (Pa) entsteht. Solche Druckdifferenzen entwickeln sich auch natürlich, wenn z. B. Wind weht. 50 Pa entsprechen etwa Windstärke 5.
Durch einen verstellbaren und von einer luftundurchlässigen Plane umgebenen Metallrahmen wird der Ventilator in eine Tür- oder Fensteröffnung eingeschoben.